Europa in Bremen

Europa für seine Bürger/innen

Die Unionsbürgerschaft

 

Mit dem Vertrag von Maastricht wurde im Jahr 1992 die Unionsbürgerschaft als tragende Säule der Europäischen Union rechtlich verankert. 

 

Rechte und Möglichkeiten von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern sind in Artikel 20 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) festgeschrieben.

 

Was beinhaltet die Unionsbürgerschaft?

 

Die Unionsbürgerschaft ergänzt die nationale Staatsbürgerschaft der EU-Mitgliedsstaaten, ersetzt sie allerdings nicht. Rechte, die sich aus der Unionsbürgerschaft ergeben, entfalten ihre Wirkung insbesondere dann, wenn EU-Bürgerinnen und Bürger in einem Mitgliedsstaat leben oder arbeiten, deren nationale Staatsangehörigkeit sie nicht besitzen. 

Unter anderem bedeutet die Unionsbürgerschaft:

 

-       das Recht, sich im gesamten Gebiet der Union frei zu bewegen und aufzuhalten,

-       das Recht, in allen EU-Ländern wie ein/e InländerIn behandelt zu werden, wenn es zum Beispiel um die Suche nach Arbeit oder den Kauf einer Wohnung geht,

-       das aktive und passive Wahlrecht bei Kommunalwahlen sowie bei den Wahlen zum Europäischen Parlament in seinem Wohnsitzland, auch wenn man nicht dessen Staatsangehörigkeit besitzt,

-       das Recht, sich in der Amtssprache seiner Heimat an alle Organe der EU zu wenden und in derselben Sprache eine Antwort zu erhalten.

 

Die Unionsbürgerschaft macht somit die Grundrechte der EU für ihre Bürgerinnen und Bürger zugänglich. 

 

Wer besitzt die Unionsbürgerschaft?

Die Unionsbürgerschaft besitzen alle Menschen, die eine Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaates innehaben. Ausnahmen gelten für Bürgerinnen und Bürger in Regionen mit besonderem Status innerhalb eines EU-Mitgliedslandes oder der Bevölkerung von Übersee-Territorien von EU-Mitgliedsstaaten.

Was tut die EU?

Die Vollendung der europäischen Integration ist ohne eine intakte und aktive europäische Bürgerschaft nicht möglich. 

Verschiedene Aktionsprogramme sollen die europäische Bürgerschaft befördern und bestärken. Dazu zählt das Programm „Aktive europäische Bürgerschaft (2004-2006)“, die Aktion „Ein Europa für die Bürger (2007-2013)“, das Aktionsprogramm „Grundrechte und Unionsbürgerschaft (2007-2013)“ und das Programm "Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft" (2014-2020).

Bereits im Jahr 2011 war das „Europäische Jahr“ den Bürgerinnen und Bürgern gewidmet. Das Thema dabei war die Freiwilligentätigkeit zur Förderung der aktiven Bürgerschaft.

Dieses Engagement wurde im Rahmen des „Europäischen Jahres der Bürgerinnen und Bürger 2013“ fortgesetzt und letztlich auf das Jahr 2014 ausgedehnt. 

Weitere Informationen zum Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger 2014-2020" finden Sie hier.