Vor Ort in Bremen
Die Forschungsstelle Osteuropa wurde 1982 unter Prof. Dr. Wolfgang Eichwede als "sicherer Hafen" für Dokumente des Samizdat (Untergrundliteratur) aus Osteuropa gegründet. Ihr Auftrag war und ist, Zeugnisse kritischen Denkens und sozialer Bewegungen in Osteuropa zu sammeln, ihre Analyse und Einordnung in die geschichtlichen, gesellschaftlichen und politischen Strukturen und Entwicklungen in Osteuropa vorzunehmen und entsprechende Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Im Zentrum der gegenwärtigen interdisziplinären Forschung stehen übergreifende Fragestellungen danach, inwieweit die staatssozialistische Vergangenheit und die sowjetische Hegemonialzeit gegenwärtige Entwicklungen beeinflussen und die Länder und Gesellschaften in Ost- und Ostmitteleuropa bis heute prägen. Dissens und Konsens, Herrschaft und Opposition werden unter den verschiedenen Bedingungen von autoritärer Herrschaft und Hegemonie einerseits und postsozialistischer Transformation andererseits untersucht. Die Arbeit der Forschungsstelle Osteuropa gliedert sich dabei in die vier Bereiche Archiv, wissenschaftliche Forschung, aktuelle Länderanalysen und Ausstellungen.
Das Jean Monnet Centre for European Studies (CEuS) wurde im Jahr 2001 als Teil des internationalen Netzwerkes "Jean Monnet Centre of Excellence" an der Universität Bremen gegründet. Ziel ist die Förderung der europaspezifischen Lehre und Forschung innerhalb der Geisteswissenschaften. Das CEuS bietet ein interdisziplinäres Forum für MitarbeiterInnen und Studierende, die ihr Studiium oder ihre Forschung in dem Themengebiet Europäische Integration ansiedeln. Hierbei kooperiert das CEuS mit Partnern von Barcelona bis Goteborg und von Belfast bis Moskau.
Das Zentrum für Europäische Rechtspolitik der Universität Bremen (ZERP), 1982 vom Senat der Freien Hansestadt Bremen als Stiftung gegründet, ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut. Sein Spezifikum liegt in der Verbindung von rechts-, politik- und gesellschaftswissenschaftlicher Forschung, die die Disziplinen der politischen Theorie, der Internationalen Beziehungen, der Frauen- und Geschlechterforschung, der der Rechtstheorie und -soziologie sowie des europäischen und internationalen Verfassungs-, Wirtschafts- und Privatrechts einbezieht. Die Forschungsaktivitäten des ZERP werden in Zusammenarbeit mit den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen durchgeführt.
Die Forschungsstelle für Europäisches Umweltrecht (FEU) wurde im Jahr 1994 als Einrichtung des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Bremen gegründet. Sie führt überwiegend Drittmittelforschung durch, so bisher z. B. für die Europäische Kommission, das Umweltbundesamt, das Bundesamt für Naturschutz, das Bundesumweltministerium, das Bundesministerium für Forschung und Technologie, die Global Environment Facility, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Volkswagen-Stiftung. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind transnationales Umweltrecht, Klimaschutz-, Meeresum
welt-, Umweltplanungs- und Gentechnikrecht. Die FEU verfügt über eine kleine Spezialbibliothek zum Umweltrecht, die öffentlich zugänglich ist.
Weitere Informationen

Auf Gemeinschaftsebene verfügt die Europäische Union über drei zentrale Finanzierungsinstrumente zur Unterstützung von Forschung und Innovation: Die Kohäsionspolitik, die über die Strukturfonds und den Kohäsionsfonds finanziert wird, das Forschungsrahmenprogramm sowie das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation. CORDIS ist das zentrale, webbasierte Informationsportal, in dem Ausschreibungen zu den Bereichen veröffentlicht werden.Das Portal EURAXESS bietet Forschern in Europa Informationen in englischer Sprache zu ihren Rechten sowie europaweite Stellenangebote im Forschungssektor.
Die zwei Hauptanlaufstellen auf nationaler Ebene, um Informationen über die europäische Forschungsförderung zu erhalten, sind das EU-Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und die Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen. Auf Landesebene gibt es zudem die EU-Referenten der Bundesländer, die bei der Antragstellung unterstützen.
Das EU-Büro des BMBF vereinigt mehrere Aufgaben und Serviceleistungen zum Forschungsrahmenprogramm der EU unter einem Dach. Angesiedelt ist es am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beim Projektträger im DLR (PT-DLR).
Es fungiert zunächst als allgemeine Anlaufstelle für übergreifende Informationen und Fragen zum Forschungsrahmenprogramm der EU. Ziel ist es, Interessentinnen und Interessenten mit den für sie relevanten Fördermaßnahmen, Projektformen und Instrumenten, Antrags- und Begutachtungsverfahren, Beteiligungsregeln und Vertragsmodalitäten vertraut zu machen und sie ggf. an weitere Ansprechpartner/innen in den thematischen Bereichen des Rahmenprogramms zu vermitteln.
Telefon: +49 228 3821 630
Fax: +49 228 3821 649
E-Mail: eub@dlr.de
KoWi ist wird von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) finanziert. Die Hilfseinrichtung ermöglicht Forschern in Deutschland die erfolgreiche Beteiligung am EU-Forschungsrahmenprogramm. In diesem Zusammenhang bietet KoWi den deutschen Hochschulen strategische Beratungsdienstleistungen für eine effektive Kombination von nationalen und europäischen Förderpotentialen.
Telefon: +49 228 95997 0
Fax: +49 228 95997 99
E-Mail: PostmasterBN@kowi.de